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19.09.2007 Lebenslauf für den Frieden

Geislingen (Geislinger Zeitung/Philip Pallmann) - Zwei Ausdauersportler des Lions-Clubs laufen derzeit quer durch Deutschland und werben für eine Spendenaktion. Am Sonntagnachmittag war Geislingen ihr Zielort.
Wer Spenden zusammentragen will, muss Aufmerksamkeit wecken. Martin Krick und Rupprecht Lange vom Lions-Club Babenhausen/Fuggermarkt sammeln für das "Friedensdorf International", das sich junger Opfer von Kriegen und Krisen annimmt. Ihr Weg, für die gute Sache zu trommeln, ist ein außergewöhnlicher, und ein außergewöhnlich langer noch dazu. 746 Kilometer lang, um genau zu sein, vom bayerischen Babenhausen bis ins Ruhrgebiet nach Oberhausen. "Lions-Lebenslauf" heißt das Projekt, denn die gesamte Distanz wird in acht Tagesabschnitten zu Fuß bewältigt. Die Läufer wechseln sich zwar ab, im Mittel ergibt das aber immer noch mehr als einen Marathon pro Nase - am Tag.
Apropos: Am Sonntagvormittag waren die beiden beim Ulmer Einstein-Marathon gestartet, wo Medizinstudent Lange als Gesamt-24. eine Fabelzeit von 2:56 Stunden hinlegte. Sein Laufpartner Krick, von Beruf Managementberater, nahm in der Ulmer Innenstadt lediglich die Halbdistanz von gut 21 Kilometern in Angriff, setzte seinen Lauf jedoch bis Lonsee fort. Von dort bis ins Etappenziel Geislingen übernahm wiederum Lange. Am Sonntagnachmittag kurz nach 16 Uhr bog er in die Fußgängerzone ein, wo vor der Stadtkirche ein kleiner Empfang bereitet war.
Beim Eintreffen in der Fünftälerstadt kratzte das Spendenbarometer bereits an der 50000-Euro-Marke, der hiesige Lions-Club legte sogleich 250 Euro drauf. Präsident Professor Dr. Markus Mändle nannte den "Lebenslauf" ein "hochgradig sinnvolles Projekt", Oberbürgermeister Wolfgang Amann betonte, wie wichtig es sei, "eine Friedensbotschaft zu senden".
Pasta, Pasta, Pasta
Wichtig für die Sportler war indessen die Regeneration: Im Burghotel Weiler wartete ein Entspannungsprogramm auf die geschundenen Beine. Nach seiner Abendmahlzeit gefragt, scherzte Krick: "Pasta um sechs, Pasta um sieben, Pasta um acht." Lange hatte bis zum Nachmittag schon sieben Liter getrunken. Geschlafen wurde im Wohnmobil, das ebenso zum Tross der "Lebensläufer" gehört wie Fahrradeskorten. Unter den sechs Begleiter sind unter anderem eine Köchin und eine Physiotherapeutin. Gestern früh setzten Krick und Lange ihren Lauf fort, ihr Tagesziel: Bietigheim.
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