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4. Tagesbericht Di, 18.09.2007
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4. Tagesetappe: Bietigheim-Bissingen - Speyer
Tageskilometer: 105 km (mit Umwegen) Gesamtkilometer: 343 km Herzschläge: Martin 40729 / Rupprecht: 44100 Gesamt - Herzschläge: 303626
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| Zusammenfassung |
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Die erwartet schwere Etappe: Strecke und Wetter waren die Knackpunkte. Start bei nasskaltem Wetter durch die deutlich profilierte Landschaft Richtung Rhein. Erst in der Nähe des Rheins wurde das Gelände langsam ebener. Durchwachsenes Wetter, überwiegend wolkig und windig, zwischendurch heftige Schauer, erst zum Ende, als es nach Speyer hinein ging, wurde es von Minute zu Minute besser.
Durch immer genauere Absprachen vor dem Start zur Etappe, klappt die Staffelübergabe immer besser. Außerdem lernen wir den Charme großer Parkplätze vor größeren Geschäften zu schätzen. Den Läufern geht es, Dank der guten physiotherapeutischen Behandlung durch Claudia, soweit gut. Und was hält Leib und Magen zusammen — natürlich die Kochkunst von Lena.
Uli lief mit Rupprecht zusammen nach Speyer ein und konnte sich dabei den Traum der Rheinüberquerung und einem Besuch im Dom zu Speyer erfüllen.
Ein sehr herzlicher Empfang in Speyer durch den örtlichen Lions-Club. Der Bürgermeister von Speyer war vom Lions-Club zu unserer Begrüßung eingeladen worden. Mit einer großzügigen Spende wurden wir in das Nachtquartier verabschiedet.
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| Simones Tagebuch |
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| Schlechtes Wetter herrschte zu Beginn der 4. Etappe. |
Der dritte Tag wird der Schwerste! Das war schon bevor es los ging ein ungeschriebenes Gesetz. Martin war jedoch wie jeden Morgen schon früh auf den Beinen und konnte den Start fast nicht abwarten. Sein Essrhythmus, bei dem mitten in der Nacht um 3 Uhr die riesige Portion Pudding oder Nachspeise vom Abendessen nicht fehlen darf, scheint seinen Energietanks gut zu tun. Den eigentlichen ersten Tagestreffpunkt haben wir dann etwas nach vorne korrigiert, da Martin nach zweieinhalb Stunden noch zu weit entfernt war. Es war ziemlich kalt draußen, was das Anlaufen für Rupprecht nicht besser machte. Wie gewohnt, kämpfte sich mein tapferes Schneiderchen aber den ersten Berg hoch und die Muskeln wurden warm.
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| Uli und Rupprecht unterwegs. |
Der fatalste Fehler der bisherigen Radnavigation passierte mir an einer Kreuzung mitten im Wohngebiet. Ein Radschild war völlig von Grünzeug überwuchert, und nur wenige Meter weiter war eines dieser netten Radwegschilder ohne Ortsangabe. Diesem sind wir gefolgt, was einen Umweg von fast 6 km zur Folge hatte. So einen Fehler kann man sich fast nicht verzeihen, wenn man einen Läufer hinter sich hat, für den jeder extra Schritt einer zu viel ist. Zum Glück konnte ich den Fehler ausbügeln, indem wir für ein Stück der Etappe die Rollen tauschten. Durch die zusätzlichen Kilometer waren wir etwas in Zeitverzug geraten, so dass Martin mit läuferischer Begleitung von Uli schon mal losgetigert ist.
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| Uli verzückt am Ziel in Speyer. |
Lena und Claudia warteten dann in Münzesheim mit einer warmen Suppe. Wie schon andere große Männer in der Geschichte folgte Ruppi dem Prinzip: "Er kam, aß und schlief". Während seines Nickerchens legten wir die Strecke bis zum nächsten Wechsel zurück. Diesmal war es Uli der abgelöst werden sollte, da Martin sein Tagespensum schon gerannt war und Uli noch ein Stückchen Richtung Speyer weiter wollte. Dieser war allerdings nicht zu stoppen! Es war schon länger ein kleiner Traum von ihm den Dom in Speyer zu besichtigen, also ließ er sich die Gelegenheit nicht nehmen mit Ruppi weiterzulaufen.
Mit gleich zwei knackigen Läufern im Gepäck konnte ich uns dann den Weg in Richtung Speyer bahnen. Als wir zum ersten Mal die Domspitze entdeckten, hörte ich einen verzückten Freudenschrei aus Ulis Richtung. In Speyer kamen wir dann sogar eine viertel Stunde vor dem offiziellen Einlauf um 18 Uhr an.
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| Begrüßung durch den örtlichen Lions-Club und die Presse. |
Da wir glücklicherweise strahlenden Sonnenschein hatten — der bei der heutigen Etappe öfters und heftig von Regenschauern unterbrochen wurde — war es eine nette Runde die sich um unseren kleinen Getränketisch mit Nüssen und Knabbereien von Seeberger versammelte. Der Bürgermeister, die Repräsentanten vom örtlichen Lions-Club und die Journalisten begrüßten uns sehr herzlich.
Neben zwei tollen Bildbänden über Speyer vom Bürgermeister, glänzte der Lions-Club mit einer großzügigen Spende von 1000 Euro, die wir mit ins Gepäck nach Oberhausen nehmen können.
Unser Nachtquartier war auf dem Parkplatz einer Schule. Lena kochte einen vorzüglichen Bauerneintopf, von dem alle begeistert waren. Mit vollen Bäuchen konnte dann jeder noch sein Tageswerk vollbringen: Claudia massierte alle drei Läufer: Rupprecht, Martin und Uli. Gerd kümmerte sich um die datentechnische Versorgung, ich um das Geschirr und die nächste Tagesetappen.
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