|
|
|
|
|
3. Tagesbericht Mo, 17.09.2007
|
|
|
|
3. Tagesetappe: Geislingen - Bietigheim-Bissingen
1. Teil Martin Geislingen - Uhingen 2. Teil Rupprecht Uhingen - Esslingen 3. Teil Martin Esslingen - Hofen 4. Teil Rupprecht Hofen - Bietigheim-Bissingen
Tageskilometer: 90 km Gesamtkilometer: 238 km Herzschläge: Martin 35868 / Rupprecht: 51796 Gesamt - Herzschläge: 218797
|
 |
| Zusammenfassung |
|
Ein schöner aber auch schwieriger Tag ist vollbracht. Start um 8:00 Uhr bei herrlichem Sonnschein in Geislingen. Erster Wechsel etwas verspätet in Uhingen. Das Treffen klappt noch nicht ganz so wie gewünscht. Rupprecht übernimmt bis nach Esslingen. Esslingen ist eine schöne Stadt aber zum Treffen schwierig. Hat am Ende doch geklappt, aber nicht ganz so wie geplant. Rupprechts Knie macht ein paar Probleme. Wechsel auf Martin bis nach Stuttgart-Hofen. Rupprecht übernimmt bis zum Ziel in Bietigheim-Bissingen.
Da haben wir uns etwas mit den Distanzen vertan, Martin ist zu kurz gelaufen, dafür Rupprecht zu lange. Auf der letzten Etappe hat Rupprecht dann auch noch den Regen erwischt. Die Kombination aus Länge, Regen und einsetzender Dunkelheit war zum Schluss dann doch sehr belastend. Aber Rupprecht ist ein echter Kämpfer. Martin hat die Etappen bisher ohne große Blessuren und Probleme hinter sich gebracht. Claudias magische Hände sind für die beiden Läufer eine große Hilfe. Wenn sie aus der "Behandlung" kommen sind sie zwar immer noch groggy aber den Beinen geht es wieder besser.
Am Zielort Bietigheim-Bissingen wurden wir von den Vertretern des Lions-Club empfangen. Wir können die örtliche Sporthalle mit der Infrastruktur nutzen. Unsere Getränke, die von unseren großzügigen Sponsoren, Erdinger und Überkinger gestellt wurden finden im ganzen Team großen Anklang. Während des Tages halten uns die Überkinger Creationen am Laufen. Abends, nach des Tages Mühe, ist das Erdinger Weissbier die reinste Wohltat für den Elektrolythaushalt und den Durst.
|
|
 |
| Simones Tagebuch |
| |
| Pünktlich startete das erste Team. |
Um 7:30 Uhr düste Martin mit dem kleinen Dethleffs-Wohnmobil und seiner radelnden Begleitung den Berg vom Burghotel runter, um pünktlich mit dem Kirchturmläuten von Geislingen aufzubrechen. Als erstes kleines Frühstück hatte er eine Portion Grießbrei von gestern und eine Tüte mit frischen Semmeln im Gepäck.
Der Rest vom Team machte es sich nach der Verabschiedung von Martin erst noch einmal bequem: Wir schnappten uns die restlichen Semmeln, die uns das Hotel frisch vom Bäcker in Geislingen mitgebracht hatten, und setzten uns auf die Terrasse. Es war angenehm mild und die Morgensonne schien uns ins Gesicht. Mit frischem Kaffee versorgt, saßen Rupprecht, Lena, Gerd und ich dann entspannt wie im Sommerurlaub. Trödeln war aber nicht angesagt, da wir pünktlich am nächsten Treffpunkt sein mussten und davor noch einiges aufzuräumen war.
|
|
 |
|
| |
| Auf dem Weg zum ersten Wechsel.
|
Eigentlich sollte der erste Wechsel in Uhingen statt finden, aber aus zeitlichen Gründen übernahm Rupprecht die erste Etappe schon etwas früher. Die erste Tagesetappe konnten wir noch bei schönem Wetter beginnen. Vor allem beim Anlaufen schmerzte das Knie von Rupprecht, aber dank Einlagen und anderer Schuhe lief es dann doch ziemlich gut. Den Weg zum nächsten Wechselpunkt haben wir gut gefunden — leider war der Treffpunkt in Esslingen keine ganz so gute Wahl, da es in größeren Städten immer schwer ist mit Rad, Wohnmobile und Läufer zielsicher zu einem dezentralen Punkt zu navigieren. Aber dank Handy haben wir dann die Wohnmobile zum Esslinger Bahnhof kommen lassen. Dieser war auf gleicher Höhe mit dem ursprünglichen Ziel — hatte aber Rupprecht den Weg über eine Fußgängerbrücke erspart.
|
|
 |
|
|
Für Martin ging es dann fast zeitgleich weiter. Rupprecht wurde schon während der Massage mit einem speziell angereicherten Quark aufgefüllt — seine Lieblingsspeise wird der sicher nicht, aber so tapfer wie beim Laufen hat er sich auch die gesunde Mischung reingeschaufelt. Der nächste Menüpunkt war eine reichhaltige Rinderkraftbrühe mit leckeren Vollkornsemmeln. Lena hat auf jeden Fall bestens dafür gesorgt, dass die Verpflegung im Wohnmobil gesichert ist. Mit Uli sind Rupprecht und ich dann im Dethleffs weiter nach Hofen gefahren.
Dort haben wir am DLRG-Heim, mit angeschlossenem Café am See auf Martin gewartet. Dieser Wechsel war perfekt, da wir genau an der Strecke auf die anderen gewartet haben. Ich hatte schon eine Versorgungsbox gepackt, so dass ich den Radhänger gleich auf Rupprechts Bedürfnisse umrüsten konnte. Die Gegend am Neckar ist wirklich wunderschön und bis dahin war das Wetter auch noch schön — die ersten schwarzen Wolken waren aber unaufhaltsam im Anmarsch.
|
|
 |
|
| |
| Rupprecht hat das Tageziel erreicht. |
Entlang des Neckar-Radwanderweges bewegten wir uns dann durch Ludwigsburg und Marbach in Richtung Bietigheim. Anfänglich vorbei an wunderschönen Weinbergen mit prallen, dunkelvioletten Trauben war es vor allem auf dem Rad ein Traum. Für Rupprecht ging auch diese Etappe wieder mit Schmerzen los, er konnte aber einen Rhythmus finden, mit dem er fast ohne Beschwerden vorwärts kam — mit seinem sonst so leichtfüßigen und schönen Laufstil hatte das aber wenig zu tun... Bald fing es dann auch noch an wie aus Kübeln zu schütten. Regen, Schmerzen und Erschöpfung waren neben mir die drei Hauptbegleiter.
Zusätzlich war die letzte Route von Rupprecht unglücklich lange ausgefallen und der Treffpunkt in Bietigheim "gut versteckt". Nach guten 60 Tageskilometern war es aber geschafft und ich war überglücklich, meinen tapferen Kämpfer in trockenen und warmen Klamotten bei Claudia zur Massage abzuliefern. Kurze Zeit später saß er dann auch schon wieder grinsend vor einem Berg Nudeln und zwei Schnitzeln. Danach gab es noch Pudding, einen Eiweiß-Shake und diverse Leckereien um die völlig leeren Energietanks wieder aufzufüllen.
|
|
 |
|
|
Nach dem Essen veranstalteten wir noch eine kleine Stretching-Session bevor es ins Bett ging. Dabei überraschte vor allem Gerd durch seine Beweglichkeit! Und er lieferte auch den Spruch des Tages beim Dehnen auf die Seite: "Kann da mal bitte jemand die Rolle wegnehmen!".
|
|
 |
|
|